Natürlich entwässern: 11 Tipps gegen Wassereinlagerungen im Körper
Die Kleidung sitzt plötzlich enger, die Socken schneiden ein, du fühlst dich schwerer und träger als sonst. Da fragen sich viele: Habe ich schlagartig zugenommen oder bin ich einfach nur aufgequollen? Meistens steckt schlicht zu viel Wasser im Gewebe - und dagegen kannst du einiges tun.
Woher kommen Wassereinlagerungen?
Wassereinlagerungen (medizinisch Ödeme) zeigen sich besonders gern an den Beinen - etwa durch geschwollene Knöchel oder ausgeprägte Socken-Abdrücke -, aber auch an Händen, Bauch oder Gesicht. Dahinter muss keine Erkrankung stecken: Auch bei gesunden Menschen kann der Wasserhaushalt vorübergehend durcheinandergeraten. Faktoren wie Hitze, Bewegungsmangel, langes Sitzen, Flugreisen, salzreiches Essen, Alkohol oder Entzündungen im Körper können dazu führen, dass der Körper mehr Wasser einlagert.
Viele Frauen kennen das mit jedem Zyklus: Vor der Periode lagert der Körper hormonell bedingt vermehrt Wasser ein, oft an Oberschenkeln und Brust. Auch in der Schwangerschaft kommen Wassereinlagerungen häufig vor. Wenn du unsicher bist oder die Schwellungen länger bestehen bleiben, lass das bitte ärztlich abklären. Ansonsten kommen hier 11 Tipps, mit denen du deinen Wasserhaushalt sanft wieder ins Gleichgewicht bringst.

1. Viel Wasser trinken
Diesen Tipp hast du vielleicht schon gelesen und dich gefragt: Warum soll ich viel trinken, wenn ich Wasser doch loswerden möchte? Die Antwort: Trinkst du zu wenig, schaltet der Körper auf Sparflamme und hält Wasser im Gewebe zurück - für schlechte Zeiten. Wer dagegen ausreichend trinkt, signalisiert dem Körper, dass kein Mangel droht, und er gibt vorhandenes Wasser leichter wieder ab.
2. Tees und Kräuter
Nicht nur pures Wasser tut dem Wasserhaushalt gut. Auch Tees und Aufgüsse mit ihren Kräutern werden traditionell als wohltuend geschätzt. Beliebt sind unter anderem Brennnessel, Birke, Goldrute, Wacholder, Löwenzahn und Pfefferminze - schmecken warm wie kalt und bringen ganz nebenbei Flüssigkeit.
3. Bewegung bringt alles in Fluss
Bewegungsmangel verlangsamt den Blutfluss, sodass Blut leichter in Beine und Füße absackt. Deshalb tut es so gut, müde Beine hochzulegen. Noch besser ist regelmäßige Bewegung: Aktive Muskeln und Venen halten den Kreislauf in Schwung. Das muss kein Joggen sein - schon Spazierengehen hilft. Auch sanftes Yoga wie Yin Yoga bringt den Körper in Bewegung und wirkt wohltuend auf das Lymphsystem.
4. Weniger Salz
Herkömmliches Speisesalz enthält viel Natrium, das Wasser im Gewebe bindet. Besonders viel Salz steckt in stark verarbeiteten Lebensmitteln wie Wurst, Fertiggerichten, Chips und Pommes. Die gute Nachricht: Ein hoher Salzkonsum ist eine Gewohnheit, die man ablegen kann. Ordentlich Geschmack bringen auch Gewürze, frische Kräuter und Tomatenmark. Wer mit Sojasauce oder Gemüsebrühe würzt, braucht davon weniger für vollen Geschmack.
5. Kaliumreich essen
Ein guter Gegenspieler zum Natrium ist Kalium. Kalium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei. Besonders viel davon steckt in Kartoffeln, Bananen, Kohl, Pistazien, Vollkornprodukten, Datteln und getrocknetem Steinobst. Auch Spargel, Tomaten, Pilze und frische Kräuter passen wunderbar in eine gemüsereiche, frische Küche.
6. Alkohol und Zucker reduzieren
Nicht nur Salz, auch Alkohol und Zucker begünstigen Wassereinlagerungen und sollten daher eher selten auf dem Plan stehen. Gerade Alkohol entzieht dem Körper zudem Flüssigkeit - am nächsten Tag macht sich das gern bemerkbar.
7. Sauna und Wechselduschen
Saunieren ist eine angenehme Wohlfühl-Routine: Der Wechsel aus Hitze und Kälte wird traditionell als Training für den Kreislauf geschätzt. Wechselduschen bringen denselben Frische-Effekt nach Hause. Wer beides nicht mag, gönnt sich einfach ein warmes (nicht heißes) Bad zum Entspannen.
8. Massagen und Lymphfluss
Ähnlich wie Yoga werden auch Massagen traditionell genutzt, um durch sanften Druck den Lymphfluss anzuregen. Das kann überschüssiges Wasser aus dem Gewebe leiten. Auch eine Faszienrolle eignet sich gut für die sanfte Selbstmassage zu Hause.
9. Ätherische Öle
Sauna und Massage haben oft etwas gemeinsam: ätherische Öle. Sie sind eine wohlriechende Art, sich etwas Gutes zu tun, und werden in der Aromatherapie traditionell geschätzt. Beliebt sind zum Beispiel Öle aus Geranie, Grapefruit, Lavendel, Teebaum oder Immortelle. Wichtig: Ätherische Öle immer in ein Basisöl wie Mandelöl mischen und nur stark verdünnt auf die Haut auftragen. Auch in Lebensmitteln der asiatischen Küche wie Knoblauch, Ingwer und Wasabi stecken aromatische Öle.
10. Lockere Kleidung
Während Massagen gesunden Druck ausüben, bewirkt zu enge Kleidung das Gegenteil: Wer sich in die zu kleine Jeans zwängt, schnürt das Gewebe ein, und Wasser kann schlechter abtransportiert werden. Lockere Kleidung unterstützt dagegen den Abtransport überschüssigen Wassers.
11. Wasserreiches Obst und Gemüse
Manche Obst- und Gemüsesorten bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und liefern zugleich reichlich Vitamine. Dazu gehören Spargel, Gurke, Sellerie, Wassermelone, Ananas, Grapefruit und Salat. Gönn dir davon regelmäßig eine bunte Portion - frisch, leicht und erfrischend.
Wasserhaushalt und Elektrolyte
Ein ausgeglichener Wasserhaushalt hängt eng mit den Elektrolyten zusammen. Magnesium trägt zu einem normalen Elektrolytgleichgewicht und zu einer normalen Muskelfunktion bei - und zählt zu den Mineralstoffen, an denen es im Alltag am ehesten mangelt.

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Preise inkl. MwSt. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.
Häufige Fragen
Woher kommen Wassereinlagerungen?
Was hilft natürlich gegen Wassereinlagerungen?
Welche Lebensmittel haben viel Wasser?
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